Lustiges

LACHEN IST

GESUND

LACHE TÄGLICH

LACHE

BIS ZUM MUSKELKATER

IM BAUCH

UND DEINE

WELT IST

BUNT UND SCHÖN

Das letzte Stück Torte trotz Rohkost-Diät

DIE NEUE DIÄT ohne alles

Die guten Vorsätze …

Ich sitze vor einem Teller Salat.

Ohne Käse

Ohne Kräcker

Ohne gar nichts

Einfach nur Gemüse

wohin du auch guckst.

Das nennt Frau Diät. Mann kann das übrigens auch!

Ab jetzt wird nur noch das gegessen, was auf dem Baum wächst oder in der Erde oder am Strauch.

Meine Obst-Gemüse-Diät hat begonnen.

3 Tage habe ich schon geschafft.Ich klopfe mir selber auf die Schulter.Das tut enorm gut und baut mich auf.Wenn einer an mich und meine grüne Diät glaubt, dann auf jeden Fall ich.

Bei den anderen bin ich mir unsicher.

Meinen inneren Schweinehund hab ich im Keller unten eingesperrt.

Damit er auf keinen Fall auf dumme Gedanken kommt.

Irgendwo las ich, dass der Darm auch ab und an Urlaub braucht, gelegentlich Massage und Sauna.

Immerhin sollten wir jedem mal Freiheit gönnen, auch denen, die wir nicht so oft sehen oder nur hören können, wenn sie wegen zu schlechter Nahrung rebellieren.

Also hab ich kurzerhand ein Kilo Leinsamen gekauft. Leinsamen sind für den Körper, wie das Meer und der Sand am Strand für uns. Erholung pur. Die Packung erinnerte mich irgendwie mehr an Vogelfutter, als an Nahrung für mich. Vielleicht fang ich nach der täglichen Einnahme auch an zu fliegen.

Ich holte tief Luft, dachte an meinen gesunden Darm und schluckte es in Gedanken schon mal runter.

Vorsätze für das neue Jahr sind himmlisch, sag ich euch.

Sollte mein Flugergebnis fruchten, gebe ich Bescheid und lass das Vogelfutter-Rezept patentieren.

Aber naja Zu Hause war die Diät noch kinderleicht.

Wenn du nur Gemüse im Kühlschrank hast, isst du, was da ist, weil der Hunger dich zwingt.

Aber schon auf dem Weg zur Arbeit rufen die belegten Käsebrötchen und Kuchenteilchen von weitem:

„Hole mich, kaufe mich, iss mich!“

Es ist wie ein Spießrutenlauf. Ich wusste gar nicht, dass nach allen gefühlten 100 Metern ein Bäcker ist.

Und hab ich es endlich ins Büro geschafft ohne Brötchen und ohne Torte in der Hand, fällt mir der Süßigkeitentisch der Kollegen voll mit Weihnachtsschokolade entgegen.

Ich halte durch!

Und hole erstmal die Banane aus der Tasche und beiße genüsslich rein.

Auf dem Gang in die Kantine lachen mich Teller voll Kekse und Süßkram an zum Greifen nah. Kostenlos. Millimeter neben mir. Hilfe.

Wo bin ich nur? Isst hier keiner normal im neuen Jahr? Wie soll ich das einkaufen im Supermarkt nachher nur durchhalten.

Die Schokolade kichert jetzt schon von weitem.

Ich bin stark.

Mein Gemüse siegt!

Und mein Obst hält mich über Wasser.

Ich sag euch: Diät ist gar nicht so leicht. Aber das schaffe ich.

Immerhin ist mein Schweinehund tief in den Katakomben vergraben.

Viel Glück euch allen im Neuen Jahr mit eurer eigenen Wunderdiät und euren guten Vorsätzen.

Ich drück schon mal die Daumen, dass alles klappt.

(09.01.2018)

ungefähr zwei Jahre später….

DIÄT-VERSCHÄRFUNG

Ich habe natürlich nicht die ganzen 2 Jahre durchgehalten. Sobald eine Beziehung zwischen Mann und Frau beginnt, nimmt die Frau zu und der Mann ab. Warum das so ist, weiß ich bis heute nicht. Meine Diät ging also vollends in die Hose.

Aber ich beschloss über diese zwei Jahre es ständig zu ändern. Aber die böse Waage zeigte immer mehr an, als mir lieb war, bis ich mich gar nicht mehr traute, mich drauf zu stellen. Nicht dass ich sie noch überfordere. Immerhin brauche ich sie ja irgendwann noch einmal, wenn ich mich wieder traue in den Spiegel zu sehen und mich auf die Waage zu stellen.

Dann kam meine große Chance.

April 2020

Die Straße ähnelt einem Lazarett, wobei ich mich immer wunderte, warum so viel Ärzte und Krankenschwestern mit ihrer Maske auch im Privaten auf der Straße herum laufen. Man kann sich ja nun gar nicht mehr sicher sein, wer davon Arzt ist, wer Krankenschwester und wer nur Mitläufer, wie an Karneval. Alles Fake, sag ich nur.

Da wollte ich nicht mehr vor die Tür.

Nicht mit mir, dachte ich.

Ich trat ab jetzt in den Streik. Hungerstreik. Discounter-Streik. Maskenstreik.

Die Discounter sehen mich jetzt nicht mehr, bis sich alles wieder normalisiert hat.

Aber da normalisierte sich bisher nicht viel. Zum Glück gibt es Online Toilettenpapier und Co.

Wenn draußen überall Maskenball ist, dann stell ich auf Rohkost um und kaufe nur noch auf dem Markt ein.

Dachte ich so anfangs.

Meist klappt das auch ganz gut.

Bis mir jemand erzählte, dass man unter freiem Himmel auch noch Maske tragen sollte und sogar das Ordnungsamt sei auf dem Markt unterwegs, um Geld zu verdienen. Den Armen muss es ja wirklich schon schlecht gehen. Das ist bestimmt, wie bei der Polizei. Die blitzen auch immer mehr, wenn die Kassen wieder leer sind.

Na also das Ordnungsamt musste ich wohl regelmäßig verpasst haben.

Ich sah immer nur ängstliche Gesichter, die sich nicht trauten, mich anzusprechen.

Vermutlich dachten sie, bei mir stimmt was nicht. Lassen wir sie lieber in Ruhe, die Frau ohne Maske.

Nicht dass sie uns noch zu nah kommt.

Eine verrückte Zeit ist das jetzt. Ich fühle mich als Einzige noch normal. Ich bin schon in einem Online-Forum für Nicht-Maskenträger, damit es mir besser geht. Ohja, es gibt auf der Welt auch solche „Normalen“, wie mich.

Dann kam ein neuer gut aussehender Zahnarzt in mein Leben und noch eine Ärztin und noch eine. Sie hatten alle viel zu tun, an mir. Also an meinen Zähnen, an den Wurzeln und überall, wo Arzt so was tun kann, haben sie Hand angelegt. Ich wusste bisher gar nicht, dass sie so komplizierte Operationen durchführen.

Eine Wurzel raus operieren und das Loch am Zahn zu betonieren. Ich fühlte mich wie auf dem Bau. Nur das keiner von uns Bauhelme trug. Ihnen war die Maske schon genug.

Sind sie sich sicher, dass das funktioniert, fragte ich die Ärztin skeptisch. Ich fühlte mich, als wäre ich im falschen Film. Beton an meinen Zähnen?

Nach der OP ging nun gar nichts mehr. Weder Suppe noch Wasser. Ich stieg tagelang auf Eiswürfel um.

Ich bin ja nicht nur Masken-Verweigerer, auch Tabletten-Verweigerer. Das war sehr gut für die Diät. Je mehr die Narkose nach lies, umso weniger Hunger bekam ich. Ich wollte nur noch Eiswürfel.

Und die schmolzen dahin, schneller als ich gucken konnte.

Die Waage freute sich.

Aus mir wurde weniger und weniger Gewicht.

Jetzt war die Gelegenheit gekommen, wo so viele von Lichtnahrung sprechen. Ich mach das jetzt auch.

Der Wange ist eh zu dick, um irgendwas zu sich zu nehmen.

Und außerdem bin ich damit beschäftigt, ständig Eiswürfel aus dem Gefrierfach zu holen.

Die Kinder kommen aus dem Lachen schon nicht mehr raus. Die können nicht mal reden, ohne einen Lachkrampf zu bekommen, wenn sie mein Zimmer betreten. Denen geht die Luft schon aus und reicht nicht mehr zum reden. Ich hatte erst angenommen, dass meine Lesebrille schief sitzt. Denn niemand sagte zuerst, was so lustig ist.

Ich ging sogar mehrfach ins Bad, um nach irgendwelchen dubiosen Flecken zu suchen, die nicht da waren.

Ok, die Brille hatte ich dabei nicht auf.

Und ich sitze ja auch nicht ständig mit Spiegel hier rum, um zu gucken, ob irgendwas nicht stimmt.

Aber ich fand, so schlimm sah ich gar nicht aus. Also rechts. Links war etwas aufgedunsen, als hätte ich links über 75 Kilo und rechts nur 60. Und ich bin klein. Sehr klein.

Nun kam es ja auch schon mehrfach in der Presse. „Andere Zeiten“ kommen auf uns zu. Wir sollen uns vorbereiten und Vorräte horten, wie damals, als das Toilettenpapier aus war. Und jeder Angst hatte, überfallen zu werden, wenn er zufällig doch Toilettenpapier irgendwo gefunden hatte und unter dem Arm trug, beim Gang über die Straße nach Hause.

Da ich keinen Garten habe und meine armen Kräuter in meiner Wohnung regelmäßig das zeitliche segnen. Habe ich beschlossen, die Quelle zu bitten, mir nun Prana zu geben, damit ich zwei Mahlzeiten spare.

So benötige ich weniger Vorräte für den sogenannten Notfall im Lande. Wobei ich Obst und Gemüse sowieso nicht bevorraten kann.

Das gibt die Haltbarkeit von Rohkost überhaupt nicht her.

Was die Weltveränderung so alles für die Gesundheit tut, ist schon der Wahnsinn.

Wir reden mehr miteinander, denn wir sind jetzt viel zusammen zu Hause. Will ja keiner mehr freiwillig raus.

Wir sparen wahnsinnig viel Geld, da sich jeder zweimal überlegt, ob sich ein Einkaufsbummel wirklich lohnt, bei dem Sauerstoffmangel mit Maske.

Ich trage ja keine Maske. Aber die Kinder finden das cool. So was muss ich nicht verstehen. Pubertät. Mehr sage ich dazu nicht.

Jedenfalls meine sonderbare Diät ist einfach der Hammer.

10 Kilo hab ich schon geschafft. Ich bin fast wieder an dem Punkt, an dem ich vor über 2 Jahren schon mal war.

Jetzt halte ich durch.

Sogar die Torte der Kinder ignoriere ich, wo meine Kleine Tochter so toll backen kann.

Ich atme den Duft der Pommes ein, die sie regelmäßig warm machen und fühle mich total satt.

Ich fühle mich wie im Kartoffelhimmel und schließe die Augen und atme ganz tief und tue so, als würde ich die Pommes essen.

Meine Fantasie hat ja überhaupt keine Grenzen.

Jetzt geht es meinen Zähnen aber besser.

Da gibt es keine Ausrede mehr, nichts essen zu dürfen.

Aber mein Magen ist auf meiner Seite. Der knurrt nicht mehr. Und überhaupt, scheint er sehr zufrieden zu sein.

Ich atme einfach das Essen ein. Ganz tief.

Immer wenn einer was schönes kocht, halte ich meine Nase in den Wind und genieße.

Das ist schon ein wunderbares Erlebnis.

Essen mag ich auch nicht mehr so viel.

Mein Magen hat sich wohl schon so dran gewöhnt. Der will jetzt auch nicht mehr.

Der Magen macht jetzt Kurzarbeit.

10 % arbeiten und der Rest wird vom Arbeitsamt, ehm von der Quelle übernommen.

Was für ein Luxus, in dem wir jetzt so schwelgen.

Wir leben so in der Fülle. Wir wissen gar nicht, was wir mit dem vielen, was wir haben,

alles anfangen sollen.

Immerhin hatten wir ja schon länger Vorräte.

Und immer wenn die Kinder mich fragen: Mama, hier steht, dass es eigentlich nicht mehr haltbar ist,

also genau genommen 3 Wochen überfällig, manchmal auch länger…

Das geht doch noch, sage ich. Das ist noch essbar. So wie die Medien lügen, passt das Haltbarkeitsdatum doch auch immer nicht.

Das nenne ich modernen Aufklärungsunterricht für zu Hause.

Nur mittlerweile helfen meine Sprüche nicht mehr.

Die Jugendlichen tauschen sich heutzutage ja über Youtube aus.

Ich bin wohl nicht die einzige Mutter, die alles noch für haltbar hält, was abgelaufen ist. Zum Glück bin ich noch nicht auf Youtube, aber andere Mütter und Väter…während ihre lieben Kinder mit dem Handy, vorher auf Aufnahme gedrückt, ihre armen Eltern fragen, ob man dies oder jenes noch essen kann. Dann schicken sie das Video um die Welt, um ihrem Entsetzen Luft zu machen.

Die Kids amüsieren sich jetzt köstlich über Youtube und kommen aus dem Lachen nicht mehr raus.

Unsere Mama ist ja doch normal. Die anderen sind ja genauso. …

Die Freudentränen laufen denen ja sogar schon übers Gesicht.

So einen Spaß, wie in diesen Monaten, hatten wir noch nie bei uns.

Obwohl, wenn ich unsere Nachbarn fragen würde, ist der Spaßpegel wohl unveränderlich hoch.

Also Fernsehen oder Theater brauchen sie in unserem Hause definitiv nicht. Sie hätten wahrscheinlich doch lieber manchmal das Bild dazu, anstatt nur den Ton.

Das ist für mich vollkommen in Ordnung.

Lachen ist immerhin gesund.

Das gleicht dann die Pommes und Spagetti wieder aus, wenn die Kinder das Obst vergessen haben zu essen.

Obwohl Kinder darf ich nicht mehr sagen. Sie sind ja schon „fast“ groß. Sie sind nur Kind, wenn Kindertag ist, um Geschenke zu kriegen. Danach sind sie wieder volljährig, um Filme zu gucken oder länger bei Freunden sein zu dürfen.

Und was kommt nun als nächstes für eine Diät?

Ich glaube jetzt reicht es mir.

Genießen steht groß an der Tür.

Aber, bei einer Mahlzeit bin ich geblieben und einmal Obst zwischendurch.

Laut Statistik muss man ja auch nicht mehr so viel essen, wenn Frau älter wird.

Dieser Statistik glaube ich zumindest. Was die komische Maskenstatistik angeht. Da bin ich schon extrem skeptisch.

Schauen wir mal, was jetzt noch so schönes für uns alle kommt.

LIEBER GOTT…

Oh lieber Gott,

Dies ist das erste Mal, dass ich dich um etwas bitte.

Vielleicht komme ich ab heute auch öfter bei dir vorbei.

Bitte lass ganz viel Wissen regnen. Weisheit, die einen Aha-Effekt bringt bei dem Ein oder Anderen, vielleicht auch zwei oder drei, einfach so viel du übrig hast.

Ich atme solange tief durch und warte geduldig, bis jemand fragt oder bis der Mond den Feierabend eingeläutet hat.

13.12.2017

Viel zu groß, um klein zu sein

Im Kleinen liegt das größte Glück Aber weißt du überhaupt, was klein bedeutet?

Vor einer Weile besuchte mich ein Monteur, um unsere Abflüsse wieder in Ordnung zu bringen.

Stellt euch einen breiten kräftigen Mann vor, ähnlich Bud Spencer, der in das Bad, indem sich die Toilette befand, nicht wirklich rein kam. Sein Hinterteil ragte im Flur empor, während sein Oberkörper sich Richtung Toilette beugte, um das Waschbecken wieder frei zu bekommen.

Das nenn ich klein, meinte er. Ja wir sind klein und in unseren Träumen auch relativ schlank, dachte ich und schwieg.

Als er im 2. Bad nach der Wanne schauen wollte, traute er seinen Augen kaum bei den Dimensionen, die sich ihm boten. Ist das wirklich möglich, fragte er? Wohnen sie hier wirklich? Er passte dieses Mal in den Raum mit seinem riesengroßen Bodybuilder-Körper, aber ich nicht mehr. Und das Drehen war unmöglich. Ich sah sein ungläubiges Gesicht.

Wussten sie eigentlich, dass sie in der Sahara nur einen Eimer Wasser ihr Bad nennen, fragte ich ihn. Ja und im Osten sitzen sie noch auf ihrem Plums-Clo, konterte er und lachte.

Viele, die im Luxus schwelgen, sind sich nicht wirklich bewusst, dass vieles auch anders möglich ist. Und zu allem Überfluss sind die, die im Kleinen leben, wesentlich glücklicher.

Als ich vor Jahren die Küche einer Lehmhütte in der Sahara betrat, sah ich vermutlich genauso perplex aus, wie dieser Bud Spencer in meinem Bad.

Ich sah eine Mini-Arbeitsfläche aus Lehm auf dem eine Kochfläche war. Ich sah weder eine Waage und wunderte mich, wie sie kochten, noch sah ich Platz, um den Teig zu kneten, den eine Frau am Boden kniend, in Händen hielt. Doch sie kochten wunderbar auf diesem kleinen Platz, den sie Küche nannte. Ich hab nie besser gegessen. Ihre Hände waren die Waage für die Zutaten der Gerichte und ihre große Schüssel, in der sie eben noch Wasser und Mehl mischte, war ihre Arbeitsfläche auf dem Boden, der sauberer war, als so manch ein Küchentisch in Deutschland.

Sie kniete sich gefühlte Stunden dort auf dem Boden und formte dünnes Fladenbrot in ihren Händen. Auf dem schon modernen Herd brannte eine Flamme, worauf nur ein Topf stand für zehn Personen. Ich schaute immer ungläubiger. Wie sollten wir nur alle davon satt werden? Sie brauchte Stunden. Doch aus einer Hand voll dünnen kleinen Couscous -Kügelchen und viel Wasser und Öl und viel Geduld entstanden riesige Mengen essen auf unserem Teller.

Nichts was vorher klein schien, ist wirklich klein. Mit viel Geduld und Kraft kann es plötzlich riesengroß sein. Wo auch immer ich hin schaue, wie viel Luxus der Eine oder andere auch anhäuft. Ich hab nie wieder so glückliche Gesichter gesehen, wie damals, als sie ihr selbst gemachtes Fladenbrot im Sand der Sahara auf heißer Asche zum leckersten Brot auf der Welt werden ließen.

Darum lache niemals über das Kleine, denn es wird immer größer und kräftiger sein, als du.

SELTSAME GERÄUSCHE

Stell dir mal vor, du sitzt oder hockst am Tisch. Und alle machen seltsame Geräusche und schauen dich erwartungsvoll an, dass du es auch tust.

Das gibt es nicht? Oh doch. Dann hast du die Welt noch nicht wirklich gesehen.

Aber so viel Mühe ich mir auch gab, es wollte einfach kein Ton entweichen. Denn dort, wo der Sand kilometerweit vor der Tür ist, tut das Jeder so, wenn er sich wohl fühlt. Ob der Ton oben oder unten aus dem Körper dabei kommt, ist völlig egal. Dort bei 40 Grad in Schatten gehört sich das so.

Wenn du leise bist, denken sie alle, dir gehts nicht gut und stellen dir mehr Essen vor die Nase, obwohl du eh schon voll bist. Hier ist alles anders. Du darfst essen, bis deine Hose platzt. Dann freuen sich alle und lachen gemeinsam. Und alles ist gut.

In kühleren Gegenden, wo alles weiß und kahl ist, tut das niemand offiziell. Geräusche aus gewissen Körperhöhlen sind da nicht erlaubt. Da wird sich alles verkniffen, inklusive der seelischen Freuden.

Wenn du da zu viel genießt, besonders am Tisch, wenn Andere zuschauen, wirst du zum Arzt geschickt, natürlich auch, wenn deine Körperhöhlen zu laut sind. Da kann dann was mit deiner Verdauung nicht stimmen. Das hast du bestimmt schon seit Jahren, obwohl sie dich nur 5 Minuten sehen und dich sonst kaum kennen.


Und das Schlimmste dabei ist, was in der Wüste nicht funktionierte, wollte in der kahlen Einöde plötzlich an die Luft. Aber alles hat seinen Sinn. Auch Körpergeräusche im falschen Moment haben seinen Zweck. Da will dir dein Leib sagen, dass dies der falsche Ort ist, wo du dich gerade befindest. Dies ist nicht der für dich gedachte Tisch und auch das verkehrte Essen. Jedes Organ drückt sich eben anders aus. Der Mund kann reden. Die Seele versucht es jahrelang durchzukommen. Und das Knie streikt dann eben und lässt dich im Regen stehen.

Mit dem Lachen ist es ähnlich. In der Wüste kannst du so laut lachen, bis die Freudentränen über dein Gesicht rollen und der Bauch Muskelkater bekommt.

In der kälteren Welt sagt man öffentlich nur „pst…wir müssen uns konzentrieren“ oder sie sagen: „ist alles bei dir in Ordnung? Vielleicht wäre ein Termin auf der roten Couch doch besser ? Ich begleite dich auch. Ich war da schon öfter.“ Ja das sagen sie, wenn sie einen nicht kennen.
Dann denke ich in solchen Fällen immer stark nach, woran es liegt, dass ich so viel zu Lachen habe und sie nicht.

So verschieden die Welt auch ist. Ich finde sie immer wieder lustig. Und wenn ich mal wieder laut lache und kein Ende finde, bemerke ich doch freudestrahlend, dass es ansteckt. Sie können sich nicht dagegen wehren. Auch wenn viele es anfangs versuchen, sich streng zur Contenance zu zwingen. Sie halten es nicht lange durch. Früher oder später erwischt es Jeden. Das nennt man dann Resonanz.


Dein Leben mit Humor gewürzt, übersteht jedes Hindernis.

Nicole


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